|
Herkunft und Geschichte des Islandpferdes
Im 9. Jahrhundert, als norwegische Bauern sich auf die Suche nach neuem Land machten, landeten sie unter anderem mit einigen Reitpferden auf Island. Diese Reitpferde stammten von Germanenponys und Keltenponys aus Neuschottland ab. Die Pferde waren über Jahrhunderte treue Verbündete der in Island lebenden Menschen. Ohne sie wäre die Insel wohl nicht bewohnbar gewesen. Nirgens sonst ist das Reisen so schwierig - muss man sich doch über rauhe Hochebenen, Gletscher oder durch Lavasteinfelder bewegen. So war man auf einen treuen und genügsamen Kameraden angewiesen - das Islandpferd. Wichtig waren für die Bauern die charakteristischen Eigenschaften des Islandpferdes: Genügsamkeit, Ausdauer und ausgeglichenes Temperament . Bei der jährlichen Sitzungsperiode des Parlamentes wurde auch das Gesetz über den Einfuhrstop für Islandpferde erlassen. Dies bewahrt die Insel noch heute vor Seuchen und Krankheiten und erhielt den Pferden Eigenschaften, die bei Pferden auf dem Kontinent nicht mehr anzutreffen waren. Nach der Industrialisierung erlebte das Islandpferd einen eigentlichen Höhenflug. Man begann sich in Vereinen zu organisieren und veranstaltete erstmals Körungen und Pferdetreffen. 1950 wurde auch das Landsmot - das Landestreffen der Pferdezüchter und -reiter ins Leben gerufen. In Deutschland fassten die Isis 1950 Fuss und einige Jahre später wurden auch in Österreich die ersten Exemplare eingeführt. Im Jahre 1963 taten es die Schweizer den Deutschen und Österreichern gleich und gründeten den Schweizer Pony-Klub. Im April diesen Jahres traf ein erster Transport mit 45 Isis in der Schweiz ein. 1968 fand die erste EM für Islandpferde in Deutschland veranstaltet. Es nahmen Reiter aus Island, der Schweiz, Dänemark, Österreich, der Niederlande und Deutschland teil. 1970 wurde die FEIF (Föderation Europäischer Islandpferdefreunde) ins Leben gerufen und 1974 entstand der erste Rassestandard für das Islandpferd. |